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UMTS in Deutschland - Eine Einführung in HSDPA, UMTS, EDGE und GPRS

UMTS-Onlinetarife.de Linie
UMTS Übertragungsgeschwindigkeiten GPRS bis HSDPA

Die UMTS Erfolgsgeschichte

Nach der Versteigerung der UMTS Lizenzen im Jahr 2000 wurden den Netzanbietern von der Regulierungsbehörde aufgetragen bis Ende 2005 mindestens 50% der deutschen Bevölkerung UMTS zugänglich zu machen. So begannen die Unternehmen zunächst in Großstädten und Ballungszentren ihr auf- und auszubauen des eigenen UMTS Netzes.

Nach letzten vorliegenden Meldungen bieten die UMTS-Netzanbieter zum Teil Verfügungsraten unter der deutschen Bevölkerung von über 80% an. Diese hohen Raten sind teils dadurch bedingt, dass der Ausbau des UMTS-Netzes sich von den Ballungszentren auch auf Städte mit weniger als 100.000 Einwohner verlagert. Mit einem weiteren Ausbau der UMTS-Netze werden in Zukunft auch Dörfer ohne DSL Zugang die Möglichkeit erhalten mit High-Speed und vorallem kostengünstig ins Internet zu kommen. Zumindest stehen die Chancen hierfür nicht schlecht!

Fachleute gingen davon aus, dass bis Ende 2009 22,7 Mio. UMTS-Anschlüsse in Deutschland geschaltet werden. Zum Vergleich: im Jahr 2008 zählte man in Deutschland noch 15,9 Mio. UMTS Anschlüsse. Das entspricht einem Wachstum von 42,8%. Nach eigenen Hochrechnungen auf Basis einer linearen Regression ist für 2010 mit einem Zuwachs von weiteren 5 Mio. Anschlüssen zu rechnen. Es bestehen gute Chancen am Ende des Jahres 2010 über 28 Mio. UMTS-Anschlüsse zu zählen. Damit hat sich UMTS zu einem echten Erfolgsprodukt entwickelt, welches gerade im Hinblick auf Netbooks und Smartphones eine sehr positive Zukunft bevorsteht.


UMTS als Alternative zu DSL

In Abschnitt "Die UMTS Erfolgsgeschichte" wurden bereits die starken Zuwachsraten bei UMTS Anschlüssen in Deutschland dargelegt. Mit Netzabdeckungen von zum Teil über 80% der deutschen Bevölkerung ist UMTS in vielen Bereichen bereits eine echte Alternative zu DSL geworden.

So verwundert es nicht, dass viele DSL Anschlüsse mit sogenannten Surf-Sofort-Optionen ausgeliefert werden. Diese Koppelprodukte von DSL und UMTS führen dazu, dass mit Erhalt der Geräte sofort losgesurft werden kann. Hierfür werden in den meisten Fällen DSL - UMTS-Router mitgeliefert. Diese Produkte beweisen, dass UMTS zumindest in Großstädten DSL ersetzen kann. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass man sich im Empfangsbereich von HSDPA/HSUPA befindet.

UMTS kann gerade in ländlichen Bereichen meist immer noch nicht DSL ersetzen, da der UMTS (3G) Netzausbau in diesen Regionen bei weitem nicht flächendeckend ist. Vielfach ist nur EDGE oder GPRS verfügbar. Es bleibt abzuwarten wann die Netzanbieter diese geographischen Versorgungslücken schließen.

Ein kleiner Wermutstropfen bei der Wahl von UMTS als DSL Alternative ist, dass die meisten UMTS & HSDPA-Flatrates technisch gesehen Flatrates sind. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird jedoch, je nach Anbieter, nach spätestens 5 GB Datenvolumen auf GPRS reduziert. In einem Mehrpersonenhaushalt in dem zudem Video on Demand genutzt wird, wird das Datenvolumen schnell aufgebraucht sein (ein Spielfilm in DVD-Qualität liegt bei ca. 2 GB).

Fazit: UMTS ist technisch gesehen in Ballungszentren dazu in der Lage DSL zu ersetzen. Vertragliche Restriktionen sowie geogprahische Highspeed-Lücken stehen UMTS als DSL-Alternative jedoch noch im Wege. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass in Zukunft diese Nachteile verschwinden. Es bleibt spannend!